Das nächste Treffen der Bürgerinitiative "COntra-Pipeline Duisburg-Süd" findet am Mittwoch, 29. Mai 2013 um 18.00 Uhr im Gemeindesaal der evangelischen Kirche Ungelsheim, Blankenburgerstr. statt.

Es wird um rege Beteiligung gebeten, auch der Kommunalpolitik.

Insbesondere wird erläutert, wie die Bürgerinitiativen von Duisburg bis Monheim mit der „Charmroffensive“ (wie es in der Zeitung genannt wurde) umgehen werden.

Bekanntlich hat Bayer ein Kommunikationsunternehmen beauftragt, eine unbekannte Zahl von zu Befragenden zu einem Dialog über die CO-Pipeline zusammenzuführen.

Diese neue Richtung eines Wertewandels von Minister Duin und seinem Vorgänger hat das Ziel, der Bevölkerung nicht vermittelbare Vorhaben gesund zu diskutieren. Des Weiteren wird über das im November stattfindende Anhörungsverfahren zu den 24 000 Einwendungen gegen von Bayer geplante Änderungen gesprochen.

Weitere Klärungen zu Schieberstationen, Sicherheitsbedenken der Pipeline Überwachungstechnik und mehr stehen auf dem Programm.

Kürzlich war von einer „Charmoffensive“ seitens Bayer in der Presse die Rede. Gemeint war, dass Bayer sich nicht mehr imstande sah, mit uns direkt Gespräche zu führen. Sie haben eines der vielen Kommunikationsunternehmen beauftragt, einen Dialog zwischen Bayer und uns zu moderieren.
Diese Moderatoren haben ausschließlich ein Ziel, die Initiativen und die Bevölkerung weichzukochen und einen Bayergenehmen Kompromiss zu erzielen. Wenn dieser Kompromiss nicht reicht, werden sie ein landesweites Bürgerbegehren einleiten. Die dann befragten Bürger z.B. aus Kleve, Winterberg oder Monschau dürfen dann über die Pipeline abstimmen. Siehe Stuttgart 21!
Dies haben die Bürgerinitiativen nach einem gemeinsamen Beschluss abgelehnt.
Bayer hat daraufhin in einer großen Pressekampagne noch am gleichen Tag behauptet: Die Bürgerinitiativen lehnen das Gesprächsangebot ab.
Bayer hat nichts, aber auch gar nichts in den 7 Jahren dazugelernt. Sie wollen mit allen Mitteln eine Gefährdung der Bevölkerung herbeiführen.
Was mich auch nicht wundert, nach den neuerlichen Enthüllungen mit Menschen/Medikamenten-Versuchen in der ehemaligen DDR.

Erich Hennen.

Siehe auch den gemeinsamen Brief der Initiativen an den Bayervorstand weiter unten

Dieter Donner                       Erich Hennen                                        Wolfgang Cüppers
Humboldtstr.                         64 Brockenstr. 63                                   Immermannstr.2
40723 Hilden                        47259 Duisburg                                      40699 Erkrath

Bayer AG
Herrn Vorstandsvorsitzenden
Marijn Dekkers
Kaiser-Wilhelm-Allee 1
51368 Leverkusen

Vorab per Telefax: 0214-3066328 (bitte weiterleiten)
Bayer Material Science AG
Herrn Vorstandsvorsitzenden
Patrick Thomas
Kaiser-Wilhelm-Allee 1
51368 Leverkusen
Vorab per Telefax: 0214-3066328 (bitte weiterleiten)
23. Mai 2013

CO-Pipeline von Dormagen nach Krefeld-Uerdingen
hier: Schreiben der Firma IFOK GmbH


Sehr geehrte Herren Vorstandsvorsitzende,
uns erreichte das Schreiben der von Ihnen beauftragten IFOK GmbH, zu dem wir Folgendes
anmerken dürfen:

1. Sollten Sie mit uns, den Vertretern der Interessengruppen, die den Planungen kritisch
gegenüberstehen, Themen rund um die CO-Pipeline ergebnisoffen diskutieren wollen,
sehen wir hierfür eine Moderation für nicht erforderlich an. Nebenbei bemerkt halten wir
es für unüblich, einen unabhängigen Moderator von einer Seite auszuwählen, zu
beauftragen und zu bezahlen. In der Sache sind wir für Gespräche mit Ihnen wie schon
in den zurückliegenden sechs Jahren unverändert offen.
2. Einen Bedarf, begleitend zur gerichtlichen Auseinandersetzung vor dem OVG Münster
und zum Planänderungsverfahren weitere Themen zu erörtern, die nicht Gegenstand
dieser Verfahren sind, sehen wir derzeit nicht. In beiden Verfahren sind im Übrigen nach
unserem Verständnis alle vorgetragenen Einwendungen relevant. Wir sehen in Münster
und Essen die Orte, an denen Sie als Projektträger die Ihnen gestellten Fragen
beantworten.
3. Die Bayer Material Science AG hat sich mit dem Projekt CO-Pipeline verrannt. Wir haben
kein Interesse daran, die IFOK GmbH durch unsere Teilnahme bei der ihr übertragenen
Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen. Verbesserte Akzeptanz bei Politik, Presse und
sonstiger Öffentlichkeit ändert an der sachlichen Problematik nichts.
Sollten Sie nach wie vor Fragen an uns haben, stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
Die IFOK GmbH erhält eine Durchschrift dieses Schreibens.

Mit freundlichen Grüßen
(Kopie an IFOK)
IFOK GbmH
Herrn Ralf Eggert
Berliner Ring 89
64625 Binsheim
Per Telefax: 06251 / 84 16 16

Sehr geehrter Herr Eggert,
als Antwort auf Ihre Einladungen erhalten Sie unser Schreiben an die Vorstandsvorsitzenden
der Bayer AG und BMS AG in Kopie zur Kenntnis.

Mit freundlichen Grüßen

Dieter Donner Erich Hennen Wolfgang Cüppers

Gastkommentar von kwad:

Sieben Jahr lehnt die Bayer AG jede Diskussion um ihre CO-Giftgasleitung kategorisch ab. „Die Pipeline ist sicher“: So sicher sei die Leitung als das überhaupt und niemals auch nur ein Hauch von Risiko für die Anrainer der Trassenschneise, die mitten durch die bevölkerungsdichtesten Regionen NRWs geschlagen wurde, bestünde. Eine Pipeline als Gottes Schöpfung sozusagen, der Mensch und Natur nichts anhaben können. Das spart eine Menge Geld: Da verzichtet Bayer sogar auf die von den Planungsbehörden geforderte vorherige Suche nach Weltkriegsbomben unter der Trasse. Selbst Wasserschutzgebiete konnten günstig gemieden werden: Wo die ungläubigen Wasserwerker kostentreibende Tunnelungen der Schutzzonen verlangten verlegte Bayer die Giftgasleitung kurzerhand durch die Siedlungen nebenan.

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