So lange die CO-Pipeline nicht verhindert sein wird, stellen sich die Bürger aus dem Duisburger Süden auf die Straße und demonstrieren dagegen.

Wie am vergangenen Dienstag, als sich mehrere Dutzend Pipelinegegner an der Weltkugel auf der Düssledorfer Landstraße in Huckingen zum Protest einfanden. Demonstration an der Weltkugel

Viele der Passanten und vorbeifahrenden Autofahrer ließen ihre Zustimmung auf die Kreuze und Plakate erkennen.

Am Dienstag, 21. Juli 2009 wird an der Weltkugel in Huckingen wieder gegen die CO-Pipeline demonstriert.

Auch nach dem für uns positiven Beschluss des Verwaltungsgerichts Düsseldorf ist die Pipeline noch lange nicht verhindert.

Treffpunkt Dienstag, 21. Juli, 17:00 Uhr Düsseldorfer Straße am Kreisverkehr bei Hotel Milser.

 

Am 1. Juli 2009 sendete der Bürgerfunk Duisburg eine Sendung über den Stand der Bewegung gegen die Bayer CO-Pipeline.
Birgit Naurath sprach mit Erich Hennen, Sprecher der BI COntra-Pipeline Duisburg-Süd, über die Folgen, die der Beschluss des Verwaltungsgerichts Düsseldorf für die Initiativen bedeutet.Erich Hennen
Ist der Kampf gegen den Betrieb der Leitung schon gewonnen? Wie wird Bayer weiter reagieren? Was sagt die Politik dazu? Welche Ziele haben die Bürgerinitiativen jetzt?

Die Sendung ist hier Online zu hören.

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf gab am Dienstag in einer Pressemitteilung bekannt, dass der Antrag der Bayer AG auf vorzeitige Inbetriebnahme der hochgefährlichen Kohlenmonoxid-Pipeline quer durch NRW abgelehnt wurde. Ein Erfolg für die zahlreichen Initiativen, die sich gegen den Bau engagieren! Das Gericht attestiert dem Unternehmen sogar, dass sich die Sicherheitslage keineswegs verbessert sondern sogar verschlechtert habe:

Wortlaut der Presselmitteilung:

Verwaltungsgericht Düsseldorf

Pressemitteilung

Nr. 25/09 vom 26. Mai 2009

 

Antrag der Firma Bayer Material Science AG auf Inbetriebnahme der CO-Pipeline abgelehnt

 Mit Beschluss vom heutigen Tage, der den Verfahrensbeteiligten soeben bekannt gegeben wurde, hat die 3. Kammer des Verwaltungsgerichts Düsseldorf den Antrag der Firma Bayer Material Science AG auf Inbetriebnahme der bereits weitgehend fertiggestellten CO-Pipeline abgelehnt. Damit bleibt deren Betrieb weiterhin unter­sagt. Nach eingehender Prüfung im vorläufigen Rechtsschutzverfahren ist das Ge­richt zu dem Ergebnis gelangt, dass sich die Sicherheitslage durch die Änderungsbe­scheide der Bezirksregierung Düsseldorf vom 2. und 3. März 2009 nicht verbessert, sondern verschlechtert hat, weil nach deren Inhalt das ursprünglich vorgesehene oberflächennahe Warnband entfällt, die Breite der sog. Geo-Grid-Matten von den ursprünglich 80 cm auf nunmehr 60 cm und die Rohrwandstärke an verschiedenen Stellen von 6,3 mm auf 5,6 mm reduziert wurden. Hierdurch sei das Sicherheitsni­veau der Pipeline entscheidungserheblich abgesenkt worden. Eine abschließende Klärung müsse dem Hauptsacheverfahren vorbehalten bleiben.

 

Gegen den Beschluss steht den Verfahrensbeteiligten die Beschwerde beim Ober­verwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen in Münster zu.

Az.: 3 L 404/09