Mahnwache Dezember 2009Mahnwache Dezember 2009Mehrere Dutzend Anwohner im Duisburger Süden protestierten heute gegen die CO-Pipeline.

Der Kreisverkehr am Kesselsberg war erleuchtet von Fackeln und Laternen mit Symbolen des Widerstandes gegen die Giftgasleitung.

 

Am Mittwoch, 2. Dezemberr werden wir wieder am Verteilerkreis Düsseldorfer Straße demonstrieren. Laternen und Fackeln sind vorhanden.

Treffpunkt Mittwoch, 2. Dezember, 17:00 Uhr Düsseldorfer Straße am Kreisverkehr bei Hotel Milser.

Anläßlich eines Jubiläums des Ständehaus-Treffs in Düsseldorf, war am 20 11.09 der Vorstandvorsitzende des BAYER Konzers Werner Wenning als Ehrengast eingeladen.
Hier wurde er von Giovanni Lorenzo interviewt. Zuvor hatte er  - wie auch alle anderen Gäste des Abends – die vor dem Eingang stehenden Mahnwachen der CO-Pipeline-Gegner zur Kenntnis nehmen müssen.

Ursprünglich hatte der für die Veranstaltung verantwortliche Hausherr versucht, die friedliche Demonstration verbieten zu lassen. Die zuständige Düsseldorfer Polizei hatte die Mahnwachen aber dann doch genehmigt.

Nach einer Stunde Interview bat Herr di Lorenzo Herrn Wenning: „Was glauben Sie, welche Frage an Sie mir die meisten Menschen im Saal aufgetragen haben?“
Wennings Antwort:“ Wann Bayer Leverkusen (Herr Wenning ist bekennender Bayer Leverkusen-Fan) den Uefa-Pokal gewinnt?“
Di Lorenzo klärte ihn auf, dass es Fragen wegen der CO-Pipeline seien. Worauf Werner Wenning mit der mittlerweile landesweit bekannten Phrase erklärte und damit die anwesenden Gäste belog:“ Wir bauen die sicherste Pipeline der Welt!“

Hier kann der interessierte Bürger nur fragen: „Wann denn, Herr Wenning, und wo?“

Dass er die im Bau befindliche Giftgasleitung durch Wohngebiete nicht gemeint haben kann, ist wohl eindeutig.
Ihm ist durchaus bekannt, dass allein im Duisburger Süden durch einen neutralen Gutachter festgestellt wurde, an insgesamt 50 Stellen ist die Giftgasleitung nicht sicher. Ebenso weiß er, dass die 3.Kammer des Verwaltungsgerichtes in Düsseldorf erst im Mai diese Jahres feststellte, durch die so genannten Nachbesserungen ist die Pipeline nicht sicherer, sondern im Gegenteil unsicher geworden.

Man kann nur hoffen, und die Pipeline-Gegner verlangen dies auch, dass er endlich die Karten auf den Tisch legt und die Fehlinvestition eingesteht und das Bauvorhaben beendet.
Ansonsten passen solche Ausrutscher nur in die peinlichen Werbesprüche BAYERs wie z.Bsp. 1996 in Guatemala,als BAYER mit einer ganzseitigen Anzeige für das Insektenvernichtungsmittel BAYGON mit dem Spruch warb: „ Der plötzliche Tod ist eine deutsche Spezialität!

AmDemo am Ständehaus 23. November 2009 demonstrierten Mitglieder der Initiativen gegen den Bau der CO-Pipeline mit Fackeln, Transparenten und Musik vor dem Ständehaus in Düsseldorf.

Dort plauderte Bayer-Chef Werner Wenning beim Ständehaus-Treff mit Moderator Giovanni di Lorenzo. Wie sehr er die Sorgen der Menschen an der CO-Pipeline ernst nahm, konnte man an einem Artikel der BILD-Zeitung entnehmen: Bei der Frage, welches Thema die Menschen im Saal am meisten bewegte, meinte er: "Wann Bayer Leverkusen den Uefa-Pokal gewinnt". Deutlicher kann man nicht zeigen, wie weit entfernt er von den Problemen der Anwohner ist.

Foto: Familie Späh