Hallo Allerseits,

um Vermutungen, Annahmen und Gerüchten vorzubeugen, teile ich Ihnen folgendes mit:

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag vergangener Woche erlitt ich einen Herzinfarkt (Hinterwand). Eine sofortige Hilfe durch den Notarzt und unmittelbare Versorgung im St.Anna-Krankenhaus, Huckingen mit Reparatur eines Gefäßes mittels Stent  war eine gute Hilfe. Leider hatte sich dann zusätzlich im Herzbeutel eine große Flüssigkeitsansammlunggebildet und eine Herzbeutelentzündung älteren Datums lag vor. Nach einer Punktion und Entfernung von ca. 800 ml Flüssigkeit ging’s dann steil bergauf. Inzwischen bin ich von der Intensivstation auf eine Normalstation verlegt worden. Ich rechne mit einer Woche Krankenhausaufenthalt, ob ich danach zur Reha muss, weiß ich noch nicht.

Ich bitte Sie alle, - jeder nach seinen Möglichkeiten – uns weiterhin für unser gemeinsames Vorhaben zu unterstützen. Nur mit unserem öffentlichen Druck bereiten wir das Feld auf für unsere Klagen zu den noch anstehenden Verhandlungen vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster und danach (hoffentlich noch in diesem Jahr) vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Dort wird dann letztendlich Recht gesprochen, das nur lauten kann:

„EINE GIFTGASLEITUNG DURCH WOHNGEBIETE DIENT NICHT DEM ALLGEMEINWOHL DER BEVÖLKERUNG!!!"

Diese Maßregelung und Ohrfeige sollen sie sich abholen, die Landesregierungen unter Steinbrück, Rüttgers und Kraft. Für den Normal-NRW-Bürger ist es unverständlich, dass 150.000 Unterschriften von Anliegern längs der Pipeline gegen den Betrieb dieses menschenverachtenden Projekts und das Veto von 10 Stadt/Gemeinderäten gegen die Pipeline ignoriert bzw. missachtet werden (lediglich Bündnis 90/Die Grünen stehen auf unserer Seite).

Solange Bayer, auch heute 8 Jahre nach Inkrafttreten des Rohrleitungsgesetzes/Enteignungsgesetzes) uns immer noch nicht die Wahrheit sagt, was sie in Wirklichkeit vorhaben und das gilt auch für alle daran beteiligten Landesregierungen, müssen sie die laufenden Gerüchte von Korruption, unsauberer Geschäfte, Begünstigungen und Geschmäckle in Kauf nehmen.

Auf Bayer bin ich nicht sauer, die nehme ich auf Grund Ihres naiv-dümmlichen Verhaltens nur nicht mehr Ernst. Der Landespolitik allerdings, die ihr vom Volk auferlegtes Mandat so missbraucht und fehlinterpretiert werfe ich vor, die höchste Weihe erreicht zu haben, sich vom Willen des Wählers entfernt zu haben und nach Politikverdrossenheit über Politikerverdrossenheit bis hin zu Politikerverachtung gesteigert zu haben.

Liebe Freunde, in Kürze bin ich wieder auf dem Parkett und es geht weiter in die Vollen.

Es ist beruhigend zu wissen, dass sowohl das Oberverwaltungsgericht in Münster als natürlich auch die höchste Verwaltungsgerichtsbarkeit in Deutschland  unbeeinflussbar Recht sprechen werden.

Erich Hennen