Frohe Weihnachten und ein glückliches Neues Jahr 2014

Weihnachtsgruß 2013

 

Erörterung in der Grugahalle - Eine Bewertung

E-Mail Drucken PDF

Vom 5.11. – 7.11. fand eine 20 stündige Erörterung zu den von Bayer beantragten (aber schon durchgeführten) Planänderungen statt. Dankenswerterweise hatte die Bezirksregierung diesmal nicht ohne Öffentlichkeitsbeteiligung die Planänderungsanträge akzeptiert.

Bei rund 80 vorher schon und zwar mit wesentlich höherem Gefahrenpotenzial von Bayer durchgeführten Planabweichungen hatte die Öffentlichkeit leider keine Einspruchsmöglichkeit.

Ca 24 000 Einwendungen waren zu diskutieren.

Wir hatten uns entschlossen, fast alle Einwender durch Experten der BI  vertreten zu lassen.

Zu Beginn wurde durch die Bezirksregierung deutlich betont, dass eine ergebnisoffene Bewertung und Entscheidung bis ca April 2014 vorgelegt wird.

Die Argumente der Pipelinegegner zeugten von geballtem Wissen und brachten Bayer wiederholt in Erklärungsnot.

Betretene Gesichter bei Bayer gab es vor allem als der Korrosionsexperte Teile der Pipelinerohre als schon jetzt durch Rostfraß als nicht mehr sicher einstufte. Auch der Vortrag der Notärztin aus Mettmann stellte  nochmals klar, dass die CO-Pipeline in Wohngebieten nicht vertretbar ist. Ein wichtiges Ergebnis war unter Anderem, dass Bayer zugeben musste, dass das neue noch zu verlegende GEOGRID ausschließlich nur eine zudem auch noch beschränkte Warnwirkung hat.

Damit ist ein für allemal klar, selbst in besonders schutzbedürftigen Bereichen – z.B. Wohngebieten gibt es keinen technischen Schutz der Leitung durch Zerstörung von oben.

Da wird die Bezirksregierung nur eine Ablehnung dieses Teils der Bayer-Anträge vornehmen können.

Erstaunt nahmen wir zur Kenntnis, dass seitens der Bezirksregierung wiederholt im Detail zu den vorgetragenen  Beanstandungen der Pipelinegegner weitere Erläuterungen von Bayer abgefragt wurden.

Dankenswerterweise ließ Sie auch Beiträge zu, die nicht unmittelbar mit den zur Disposition stehenden Planänderungen im Zusammenhang standen.

Schade, dass der Entscheid der Bezirksregierung nicht vor der Anhörung des Oberverwaltungsgericht Münster (Januar 2014) vorliegt.

Da die Vertreter von Bayer überwiegend mit den schon gewohnten und gebetsmühlenartig vorgetragenen und sattsam bekannten  Beteuerungen auf die von den Pipelinegegnern vorgetragenen und belegten Argumenten antworteten, kann die Veranstaltung nur als klarer Punktsieg der Pipelinegegner gesehen werden.

Erich Hennen