Liebe Mitkämpfer, Unterstützer und Interessierte.

Es ist im Kampf gegen das Unrecht CO-Pipelines scheinbar ruhig geworden seit unserem Jahresausklang am 5.12.012.
Scheinbar, weil auch in der Presse über keine größeren, neuen Pannen-Aktionen von Bayer berichtet werden kann. Offensichtlich ist Bayer  auf
Tauchstation gegangen. Nur  nebenbei erfährt man, dass das schlagende Argument von Bayer, in Dormagen bestehe CO-Überschuss, widerlegt ist: Denn für neue Produktionen ist eine große CO-Produktionsanlage  in Dormagen erforderlich und wird auch gebaut..
Dies zu wissen, wird dem OVG in Münster sicherlich die Entscheidung das Enteignungsgesetz als nicht verfassungsrechtlich abzukanzeln leicht machen.
Es sei nochmals daran erinnert, dass weitere Lügen der Begründung des Enteignungsgesetzes zu Grunde liegen.
Noch hat Bayer die große Chance, das Wahnsinnsprojekt endlich aufzugeben. Auch der Politik sei angeraten, einer modernen CO-Produktion mittels Reformer in Uerdingen den Vorzug zu geben.

Die jetzige CO-Erzeugung in Uerdingen mittels der Dreckschleuder Koksvergasung würde sich dann auch erledigen.  
Eine zukunftsgerichtete Entscheidung, Uerdingen zu modernisieren und damit Arbeitsplätze zu sichern oder sogar neue zu schaffen, kann nur in aller Interesse sein.
Als nächste größere Aktivität steht für Bayer und Bezirksregierung die Anhörung zu den ca 22 000 Einwände statt. Da zurzeit die Bearbeitung noch läuft, kann die Anhörung erst nach den Sommerferien erfolgen.

Falls das OVG allerdings auf Grund der Sachlage und der Erkenntnis, dass nach dem OVG Urteil von Dezember 2007 keinerlei Begründungen zur Untermauerung des Gemeinwohls von Bayer  nachgeliefert wurden, im ersten Halbjahr dieses Jahres das Enteignungsgesetz kippt, bliebe uns allen der Riesenaufwand der Bearbeitung der 22 000 Einwände usw. erspart.
Auch die zu erwartenden geschätzten bis zu 100 oder mehr neue Klagen könnten vermieden  werden.
Für eine frühe Entscheidung des OVG spricht auch, dass der lächerliche „Öffentliche Vertrag“ zwischen Bayer und Bezirksregierung nichts wert ist.
Auch auf die vom OVG angemahnte ergebnisoffene Trassenführung gilt als nicht erledigt.

Vielleicht kann ich bei unserer nächsten Zusammenkunft (ca Mitte März) über neuere Entwicklungen berichten.

Erich Hennen